Freitag, 23. September 2016

Werkeleien im September

In den Semesterferien sind die Tage gefühlt noch kürzer. Woran auch immer das liegen mag, schwups ist eine Woche schon wieder um. Momentan fällt es mir vor allen Dingen schwer, mich auf eine Sache zu konzentrieren, weil ich so viel auf einmal tun möchte =D Hier liegt die Spindel, dort der Aquarellkasten, Stickzeug, und Backen wollte ich eigentlich auch. Da komme ich nur zu Ergebnissen, wenn ich mir morgens aufschreibe, was ich unbedingt machen möchte. Meistens klappt das. Meistens. Wie dem auch sei, ein paar Septemberwerkeleien, die nichts mit dem Malen zu tun haben, möchte ich euch heute vor dem Wochenende zeigen.
Mit meinem Baum von Alessandra Adelaide bin ich leider immer noch nicht fertig, aber es fehlt jetzt nur noch der eine linke Ast. Auf der einen Seite bin ich sehr froh, dass ich über einen Faden gestickt habe. So ist der Baum nicht zu groß und ich muss auch nicht mit einem großen Stück Stoff hantieren. Andererseits dauert es so länger, weil ich besseres Licht benötige und nicht überall sticken kann.
Außerdem habe ich mal wieder Shampoobars hergestellt, nach dem Rezept "Halbierte Kokosmakrone" . Der grüne Bar ist mit Teebaumöl beduftet, was mir sehr gut gefällt, der orangene mit Rosmarin-Lavendel.
Gesponnen habe ich auch, bzw. verzwirnt, denn die Gotlandwolle belegte schon länger meine Lieblingsspindel und so hab ich flugs noch mehr versponnen, um endlich zwirnen zu können. Gezwirnt habe ich dann auch mit dem Spinnrad, aber durch das vorherige Handspinnen ist es ein sehr fluffig-weicher Strang geworden. Aber das hat die Gotland sowieso an sich. Gefällt mir gut :)
So, jetzt übe ich aber ein bisschen auf der Harfe, die möchte schließlich auch bespaßt werden =D

Herzlichst und ein schönes Wochenende,
Atessa

Donnerstag, 22. September 2016

Sommer im Hexengarten 2016 Part IV: Saure Äpfel für den Winter konservieren

Wir haben einen Apfelbaum im Garten, der immer ganz gut Früchte trägt. Allerdings sind die Äpfel unheimlich sauer und zum einfach so essen nicht ganz so gut geeignet.
Oft lagern wir die Äpfel nur ein und verfüttern sie über den Winter an die Kaninchen, ein Teil wird zu Saft gepresst und zu Gelee gekocht. Oder zu Apfellikör ;)
Diesen Herbst habe ich noch etwas Neues ausprobiert, inspiriert von Maara, die mir zum Geburtstag ein Glas Zwiebelschmelz geschenkt hat.
Aus unseren Gartenäpfeln habe ich also einen Apfel-Zwiebelschmelz hergestellt. Ein Rezept habe ich in dem Buch "Meine vegane Hexenküche im Jahreskreis" gefunden, aber wie das mit Rezepten so ist, ich halte mich nie dran (zumal ich nie alles im Haus habe, was gefordert wird^^).

Apfel-Zwiebelschmelz:

  • 200 g Kokosfett
  • 100 ml Raps- und Sonnenblumenöl (oder nur eines von beidem, ich hatte nicht genügend Raps)
  • 1 helle Zwiebel (in schöne schmale Streifen geschnitten)
  • 2 mittlere saure Äpfel
  • etwas Zimt (optional)
  • gemahlene Muskatnuss
  • Salz und Pfeffer nach Belieben (ordentlich würzen, das muss Bums haben!)
Zuerst muss die Zwiebel kräftig in etwas Öl angebraten werden. In der Zwischenzeit kann man schon einmal in einem Topf das Kokosfett schmelzen lassen und die Äpfel schälen und würfeln. Sobald die Zwiebeln bräunen gibt man die Apfelstückchen hinzu und brät sie gut mit, sodass sie weich werden und aromatisch duften. Dabei habe ich etwas Zimt dazugegeben, für das herbstliche Bratapfelfeeling ;)
Sobald das Kokosfett geschmolzen ist gibt man das Raps/Sonnenblumen-Öl und die Apfel-Zwiebelmasse hinzu. Mit den Gewürzen muss nun die Fettmasse gut abgeschmeckt werden, was sich etwas schwierig gestaltet, da die Zutaten auf den Boden des Topfes sinken. Das Fett schluckt aber einiges an Gewürzen, also seid nicht zu sparsam, wenn schon, denn schon ;)

Nun muss die Masse in Gläser gefüllt werden. Das geht am besten mit einer kleinen Schöpfkelle und achtet darauf, dass ihr auch die Apfel-Zwiebel-Gewürzmischung vom Boden mit aufsammelt.
Jetzt müssen die Gläser abkühlen und die Masse erhärten. Lasst sie erst auf Zimmertemperatur abkühlen, bevor ihr sie zum vollständigen Aushärten in den Kühlschrank stellt. Schaut zwischendurch immer mal nach, wie fest die Masse ist, denn ihr müsst dann gelegentlich umrühren, um die Zutaten gut zu verteilen.

Den Schmelz kann man gut als sehr deftigen Brotaufstrich benutzen, aber auch zum Würzen von Gemüse und Reis oder als Zugabe für den Brotteig. Ein Alleskönner, um ordentlich Winterspeck anzusetzen ;) 

So, das war mein letzter Beitrag für Miris "Sommer im Hexengarten 2016". Es  hat mir wieder sehr viel Freude gemacht, daran teilzunehmen. Jetzt kann der Herbst kommen!

Herzlichst,
Atessa

Mittwoch, 21. September 2016

Gemaltes Herbarium II: Silberblatt und Lippenblütler

      
Juchuuu, das erste Modul von Gesches Aquarellkurs habe ich schon geschafft. Als Abschlussarbeit habe ich auch das Referenzbild von Gesches Silberblatt genommen, jetzt ist es schon nicht mehr so einfach, die Pflanzen zu finden.
Mit dem Ergebnis bin ich auch ganz zufrieden, die Blüten gefallen mir sehr gut nur an die Blätter muss ich noch mal dran. die sehen alle aus wie von frontal vorne...
Im zweiten Modul werden Lippenblütler behandelt. Zu denen hab ich auch schon ein paar Studien gemacht. Ganz fertig ist die Seite noch nicht, da ich die Blumen mit Aquarellstiften koloriert habe und die Farbtöne so nicht wirklich passen. Schaut euch nur das grelle Grün der Goldnessel an =D

Bis jetzt habe ich wirklich Spaß an der Sache und ein witziges Erlebnis hatte ich auch schon: In der festen Überzeugung, dass Springkräuter Lippenblütler sind, habe ich die Blüten des Indischen Springkrauts fotografiert um eigene Referenzbilder zu haben. Dann habe ich mir die Blüten noch einmal angesehen und festgestellt, dass es keine Lippenblütler sind, sondern sie zu der Familie der Balsaminengewächse gehören. Man lernt doch nicht aus^^
Ich werde also auch bei der Abschlussarbeit des zweiten Moduls auf Gesches Foto vom Sumpf-Ziest ausweichen ;)

Herzliche Grüße,
Atessa

Montag, 19. September 2016

Mit Tonwirteln auf der Reise

Das hübsche Körbchen ist ein Geburtstagsgeschenk von Maara, die Wolle ebenfalls
Im ersten Jahresviertel hat Maara mir gezeigt, wie man mit dem Rocken spinnt. Dabei wandert die Hand, die die Spindel antreibt, immer weiter zur Seite. Im Gegensatz zur Fallspindel ist also diese Art zu spinnen auch gut dazu geeignet, im Sitzen zu Spinnen (Mit Fallspindel im Sitzen ist es zumindest bei mir maximal ein Meter Faden, der so hergestellt werden kann).
Diesen Vorteil habe ich dann mal auf einer längeren Zugfahrt ausgenutzt und an meiner Technik gefeilt. Mir fällt es nämlich schwer, mit den Fingern der Spindel genügend Schwung zu geben, aber auf der Fahrt klappte es immer besser und die Finger gewöhnten sich an das Drehen der Spindel. Ich habe Übrigens ohne Rocken gearbeitet und immer einige Fasern in die Hand genommen und von dort ausgezogen. Ein Handrocken wäre wohl noch eine transportable Möglichkeit, aber auch ohne ist es kein Problem ;)
Für die angespitzten Stöckchen haben wir verschieden schwere Tonwirtel erwerben können, die für uns in einem Grubenbrand hergestellt wurden. Mit den schönen Wirteln macht das Spinnen gleich noch einmal so viel Freude.
Was ich auch toll an der Technik finde ist, dass ich jetzt am Teetisch sitzend spinnen kann. Das konnte ich vorher ja auch nicht ;)

Liebe Grüße von ebendort!
Atessa

Donnerstag, 15. September 2016

2016: Der Herbst beginnt mit Farben...

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da,
er bringt uns Obst, hei hussassa!
Macht die Blätter bunter,
wirft die Äpfel runter.
Heia hussassa, der Herbst ist da!

Mein liebstes Herbstlied seit Grundschulzeiten. Ja, der Herbst beginnt mit Farben, das habe ich 2014 schon geschrieben. Alles ist so schön bunt und macht gute Laune =)

Der Herbst kommt und mit ihm die Fülle an Obst, Gemüse, Pilzen... 
Vor zwei Wochen habe ich das kleine Kürbiskind fertig gestellt, wieder eine Anleitung vom kleinen Troll.  Leider war nicht genügend hellgrüner Filz dabei, sodass ich die Krempe vom Kürbishut aus dunkelgrünem Filz nähen musste. Hätte das vorher gewusst, dann hätte ich alles aus dem dunklen Ton gemacht...
Aber auch so sieht es niedlich aus, das Kürbiskind. Es macht mit meinem Paps derzeit Urlaub ;) Die tollen Brötchen hat übrigens meine Mama gebacken und ja, sie schmecken so lecker, wie sie aussehen!
Weiter geht es mit den Herbstfarben und einer Wollfärbung. Ich habe zum ersten Mal mit Heidekraut gefärbt, das derzeit so wunderschön blüht.
Das Ergebnis: Ein schöner Goldgelbton! Gefällt mir sehr gut. Leider habe ich jetzt den Rest meiner selbstgesponnenen Wolle gefärbt, aber Maara und ich haben schon Nachschub geordert...
...der auch schon angekommen ist. Einen Teil meines Kammzuges könnt ihr hier rechts sehen, wir haben nämlich ein bisschen mit Blutpflaumenblättern gefärbt. Auch ein schöner Ton, Blutpflaume soll eigentlich grünlich färben, aber dafür waren die Blätter vermutlich nicht mehr Rot genug ;)

So, ich sammle dann mal weiter die Farben des Herbstes für die grau-düstere Winterzeit, an die man bei dem Strahlenetter noch gar nicht richtig denken kann =D

Herzlichst,
Atessa

Dienstag, 13. September 2016

Sommer im Hexengarten 2016 Part III: Dekoration aus dem Garten

Der Herbst im Garten beginnt ganz deutlich, sobald sich die Lampions der Lampionblume urplötzlich Orange-Rot verfärben. Das kommt mir immer vor wie ein Warnsignal:
Hui, Achtung! Der Herbst ist im Anmarsch!
Die Lampions sehen auch ein bisschen so aus wie Miris Habaneros allerdings kann man diese  Zier-Lampionblume nicht essen. Sie gehört zu der Gattung der Blasenkirschen, aus der die essbare Kapstachelbeere, auch als Physalis (der Gattungsname), bekannt ist.
Meine Lampionblumen habe ich vor drei Jahren geschenkt bekommen, inzwischen trägt sie wirklich viele Früchte :)
Vor drei Jahren, einem der Posts aus meinem ersten Blogmonat, habe ich mir das erste Mal eine Lichterkette aus Lampions gebastelt. Inzwischen sind diese Lampions aber ausgeblichen und so fand ich die Zeit für neue gekommen. Die Anleitung verlinke ich euch hier, es geht ruckzuck und der Effekt ist super :)
 Besonders Abends sieht es hübsch aus, wenn man die Schnüre nicht sehen kann.
Stehrümli hat nun auch einen würdigen Platz bekommen. Ich habe nun eine Salzleuchte hinein gestellt, das sieht super aus. Auch hier liegen die schönen Lampions und gehäkelte Pilze von meiner Oma. Die Aloe passt farblich nicht ganz ins Bild...aber vielleicht benötigt sie einfach noch einen hölzernen Übertopf, was meint ihr? ;)
Im Treppenaufgang steht mein herbstliches Fass (ignoriert den Osterhasen an der Wand bitte^^). Meine Lieblingsherbststickerei mit den Igeln wird bald mit bunten Blättern und kleinen Kürbissen dekoriert.

Lieber Herbst, ich bin bereit =)

Montag, 12. September 2016

Gemaltes Herbarium I: Kreuzblütler

Vor einer Woche habe ich meine Hausarbeiten abgeben und mich sofort für Gesches Wildkräuter-Aquarellmalkurs angemeldet – meine Belohnung für all die Arbeit und das gelungene Semester =)
Ich habe lange keine Blumen mehr gemalt und ich finde es super, dass Gesches Kurs das Malen mit botanischem Wissen verbindet. Die erste Pflanzenfamilie ist die der Kreuzblütler. Ich habe mir überlegt, zu jeder Familie auch eine schöne Seite zu gestalten, die den Aufbau zeigt. Vielleicht kann ich diese ja sogar später in der Grundschule verwenden, oder wo auch immer ich mal landen werde?
Auf einer zweiten Seite habe ich auch noch ein Paar Informationen aus dem Wildpflanzenbuch der Lüners ergänzt, sowie einige bekannte Vertreter dieser Familie. Da ist ja auch noch Platz für Ergänzungen :)
Dann habe ich mich an den ersten schnellen Skizzen versucht und dabei ist mir ein gravierender Mangel in meinem Aquarellkasten aufgefallen: Ich hatte gar kein Magenta! Das kann ja nicht sein, wo es doch zu den Primärfarben gehört...also musste das schnell gekauft werden, schließlich will ich auch nicht die rosafarbenen Pflanzen außer Acht lassen! Jetzt fehlt mir nur noch ein Cyanblau, aber bis dahin reichen die anderen Blautöne wohl auch aus.
Da musste ich natürlich auch gleich eine neue Farbkarte malen, das mache ich ja sehr gerne. Für Cyan habe ich Platz gelassen.
Nun mache ich mich mit einer Tasse Tee an das Malen des Silberblattes, das ich leider nicht mehr bei mir blühend gefunden habe und so auch auf Gesches Referenzbilder ausweichen werde. Besonders gespannt bin ich, wie sie beim Malen der Blattadern vorgeht und mir graut es auch schon ein wenig davor, bei den Adern der Knoblauchsrauke war meine Geduld schon leicht...strapaziert. Aber für eine schnelle Skizze (die ich im Übrigen mit Tusche noch betont habe) reicht es ;)

Liebste Grüße,
Atessa