Montag, 28. September 2015

Bestickte Spitzenschuhe

Für ein Seminar in der Uni habe ich ein altes Paar Spitzenschuhe bestickt. 
Die Idee dahinter ist die des Eisvogels beim Fischfang. Auf dem einen Schuh ist der Vogel, auf dem anderen der Fisch, flüchtig, nur als Schwanzflosse im Wegschwimmen abgebildet.
Ich habe noch für eine Abschlussprüfung vor, ein kurzes Video zu drehen, in schwarzweiß, wo man nur die Schuhe erkennen kann. Dafür werde ich eine kleine Choreographie planen, damit es durch schnelle Wechsel so aussieht, als würde der Vogel den Fisch fangen.
Es ging erstaunlich gut, den Seidenoberstoff zu besticken. Ich habe ganz normalen Sticktwist (einfädig) benutzt, aber eine sehr feine Nadel, weil man große Löcher natürlich auf dem feinen Stoff sofort sieht.

Vorgezeichnet habe ich mit einem wasserlöslichen Marker, an einigen Stellen muss ich auch noch ein paar Mal mit Wasser ran, weil noch nicht alles entfernt ist.
Es hat zwar Spaß gemacht, die Schuhe zu besticken, aber ich bin jetzt auch wieder einmal froh, diese Friemelarbeit hinter mir zu haben.
Jetzt muss die Dozentin nur noch mitteilen, wann sie sich unsere Arbeiten ansehen wird...
Herzliche Grüße,
Atessa

Sonntag, 27. September 2015

Kommentarfunktion wieder aktiv!

Guten Morgen!
Die Kommentarfunktion ist nun wieder normal funktionstüchtig. Google+ hat die Funktion eingestellt, dass auch andere Konten kommentieren können.

Ich freue mich also wieder über Kommentare von euch :)

Sonnige Grüße,
Atessa

Samstag, 26. September 2015

Eine neue Handtasche für meine Mama

Meiner Mama habe ich im Juli einen Gutschein für eine neue selbstgenähte Handtasche geschenkt.
Mal wieder kam so allerhand dazwischen, aber nun hat sie einen neuen schicken Aufbewahrungsort für allerhand Krimskrams und die Dinge, die eben so gebraucht werden.
Das Schnittmuster ist sogar kostenlos gewesen (und da hab ich vorher doch so lange nach einem hübschen käuflichen Schnittmuster gesucht...) und ich habe es bei Schnabelina gefunden. Hier geht es zum Schnittmuster.
Es wird als für Anfänger geeignet beschrieben, aber ich bin sehr froh, dass ich all meinen bisherigen Taschen-Nähaktionen schon so reichlich Erfahrungen gesammelt hatte. Bei manchen Dingen wäre ich sonst wohl wieder ratlos gewesen...
Bei der Tasche habe ich aber auch mal wieder etwas neues gelernt. Vorher habe ich noch nie mit Paspel gearbeitet und für´s erste Mal hat es echt erstaunlich gut geklappt.
Im Übrigen habe ich die Größe "small" genäht, weil meine Mama auch gerne kleine Einkäufe in der Tasche transportiert. Dafür hat die Tasche sogar ein Specialfeature, was meiner Meinung nach aber noch etwas stärker sein dürfte:
Durch einen Reißverschluss kann man die Tasche vergrößern, das funktioniert durch Kellerfalten im inneren Seitenstreifen. 
Auf der einen Seite der Tasche habe ich meine gestickte Ackerwinden-Elfe eingenäht und auf ein Reißverschlussfach verzichtet, weil es die Blume in zwei Teile geteilt hätte.
Die eine Seite des Innenteils habe ich genäht wie angegeben, mit einem Reißverschlussfach und einem größeren aber zweigeteilten offenen Fach.
Auf der anderen Seite habe ich Gummizug-Taschen genäht, wie ich es bei der Jolin-Tasche kennen und lieben gelernt habe.
Es besteht auch noch die Möglichkeit, einen großen Tragegurt anzufügen. Allerdings hatte ich leider keinen übrig, aber Mama bekommt noch einen.

Insgesamt: Hier und da hätte ich wieder ein paar Sachen Kleinigkeiten anders gemacht, wenn ich das Schnittmuster gekannt hätte. Aber es hat soweit alles gut geklappt und auch meine Mama ist sehr zufrieden mit der neuen Tasche.

Hatte ich eigentlich erwähnt, dass sie aus wasserdichtem Stoff ist? Finde ich ziemlich praktisch, zumal meine Mama mit vielen Kindern arbeitet, wo unter Umständen mal ein Glas umkippt. So sind wichtige Unterlagen geschützt.

Ganz liebe Grüße,
Atessa

Donnerstag, 24. September 2015

Helferlein beim Spinnen II: Haspel, Halter, Hocker

Selbstgefärbt mir roten Zwiebelschalen
Jetzt, wo ich mit dem Spinnrad spinne, regnete es natürlich auch Wünsche an meinen Bruder, was ich noch alles zum besseren Spinnen bräuchte.
Das Erste war eine zweite Spule, damit ich nicht immer direkt abwickeln muss. Die hat er ganz flott gefertigt, wie ihr oben auf dem Bild sehen könnt.
Was im Übrigen auch sehr praktisch ist: Ein Metallspieß, der in den Rocken geklebt wurde. Eigentlich dachte ich mir den zum besseren halten der Wolle, aber sein wahrer Nutzen ist es, die Spule zu halten, sodass ich ohne Probleme von ihr Zwirnen oder abwickeln kann. Trotzdem wird irgendwann noch ein "externer" Säulenhalle kommen, wenn ich mal Fäden von zwei oder mehr Spulen verzwirnen möchte (und wenn ich noch mehr Spulen habe).
Ein weiteres unverzichtbares Helferlein ist eine Haspel, hier eine Kreuzhaspel. Damit ist es ein Leichtes, die gesponnene Wolle zu Strängen zu wickeln.
Diese Haspel hat mein Bruder aus Oliven- und Haselnussholz gebaut. Sie liegt angenehm in der Hand und es ist eine enorme Erleichterung, die Stränge nicht mehr umständlich über meinen Schaukelstuhl wickeln zu müssen.
Bislang habe ich auf meinem Sofa gesponnen. Das war aber sehr unbequem, weil es so stark nachgegeben hat. Also wünschte ich mir einen richtigen Schemel. 
Mein Bruder baute ein richtiges Dreibein mit Eibenholzbeinen. Es knatscht richtig, sobald man sie auf den Stuhl setzt, was ich anfangs sehr ungewöhnlich fand, aber es ist so schön rustikal, was zum Spinnen für mich super passt :)
Allerdings lege ich immer noch eine Decke auf den Schemel, sonst ist es mir ein wenig zu hart auf Dauer ;)
Selbstgefärbt mit Goldrute und Saflor
So langsam habe ich alle selbstgefärbten Kammzüge versponnen, aber Nachschub ist bestellt :)
Spinnen ist wirklich eine sehr große Bereicherung für mich und ich bin richtig glücklich, dass mein Paps und mein Bruder an mich dachten, als ihnen die Spinnräder über den Weg liefen.

Herzliche Grüße,
Atessa

Dienstag, 22. September 2015

Handgedrechselte Wolle

Für verrückte Dinge bin ich ja immer schnell zu haben und so war ich sofort bereit, auf einen Vorschlag meines Bruders einzugehen.
Er schlug vor, einmal mit der Drechselbank Wolle zu spinnen.
Er spannte also die französische Spindel, über die ich euch noch näher informieren werde, erneut in die Drechselbank ein und stellte sie ganz langsam an.
Was soll ich sagen? Es funktionierte hervorragend! Nach einiger Zeit konnte die Drehzahl immer weiter erhöht werden, weil ich mich immer weiter von der Bank entfernte und der Drall sonst nicht mehr weiter wanderte.
Und so spann ich mich durch die gesamte Einfahrt, der Faden bebte richtig, aber es ging bis zu Straße. Vermutlich wäre es noch weiter gegangen, aber auf die Straße wollte ich mich dann doch nicht stellen ;)
Wichtig ist nur, dass man zwischendurch mal an der Bank den Faden aufwickelt, weil sonst immer die gleiche Stelle des Fadens belastet wird und er reißt.
Auch das Navajo-Zwirnen funktionierte ohne Probleme, die Drechselbank kann ja in beide Richtungen laufen.
Diese Art des Spinnens hat richtig Spaß gemacht, nur alleine kann man sie nicht ausführen.
Spätestens beim Aufwickeln benötigt man Hilfe, wenn man so einen langen Faden spinnt wie ich ;)
Zum Aufwickeln kann man gut ein Rundholz verwenden, wie mein Bruder es hier getan hat.
Im strahlenden Sonnenschein wickelte ich also mein erstes handgedrechseltes Garn zum Strang.
Hier noch einmal mein Multifunktionswerkzeug, das ich hier schon einmal vorgestellt hatte:
Es eignet sich als Lazy Kate, als Haspel und auch als Spulenhalter, wie wir festgestellt haben :) Vielleicht sollten wir es patentieren lassen^^
Das Ergebnis von etwa einer halben Stunde großem Spaß ist dieser niedliche kleine Strang Wolle.
Gerne wieder, es ist unbezahlbar, wie blöd die Nachbarn gucken =D

Herzliche Grüße,
Atessa

Sonntag, 20. September 2015

Mein Musiktisch

Schon seit einiger Zeit möchte ich euch meine Sammlung an Instrumenten zeigen.
Wer sich einmal auf meine "Über mich"-Seite verirrt hat und über den Abschnitt zur Musik gestolpert ist, der hat sich schon ein Bild davon machen können, dass auch mein musikalisches Interesse ganz groß ist.
Ich kann zwar nicht sagen, dass ich herausragend virtuos am Klavier bin oder komplizierte Stücke einfach so auf der Querflöte spielen kann, aber es macht mich sehr glücklich, mich mit verschiedenen Instrumenten zu umgeben und sie erklingen zu lassen.
Bei all meinen Interessen wird es auch wirklich schwierig, eine Sache wirklich zu meistern. Aber damit kann ich leben, obwohl ich nichtsdestotrotz natürlich Menschen bewundere, die eine Sache bis zur Perfektion beherrschen.

Musikalisch habe ich mit Klavierspielen angefangen, von fünf bis ungefähr 18 Jahren hatte ich Unterricht. Das Klavier steht bei meinen Eltern, auf meinem Musiktisch steht ein Keyboard.
Ich muss allerdings sagen, dass mir meine Klavierlehrerin irgendwann die Lust am Spiel genommen hat, ich muss gefordert werden und vielleicht auch mal ein bisschen bemeckert, dass ich nicht geübt habe. So bin ich nie wirklich gut geworden, ich brauche eine halbe Ewigkeit, bis ich ein Stück gut spielen kann. Dafür kann ich es dann aber auch nach Jahren noch spielen:)
Mein zweites Instrument war die Querflöte. Die habe ich mit 14 Jahren von meiner Oma zur Konfirmation bekommen und mir davor lange Zeit gewünscht. Unterricht hatte ich wieder mit meiner Klavierlehrerin (auch Flötenlehrerin). Das hat mir richtig viel Spaß gemacht, auch wenn es oft für meine Ohren zu laut ist. Gefordert habe ich mich hierbei selbst, indem ich unbedingt die Lieder von Herr der Ringe spielen wollte. In der Zeit, in der ich das mir selbst beigebracht habe, machte ich richtig große Fortschritte. Irgendwie habe ich das Instrument aber schleifen lassen, eben weil ich es oft zu laut fand und langsam aber sicher meine Instrumentenfamilie wuchs...
...um eine Panflöte. Die habe ich mir auch sehr sehr lange gewünscht und immer gehofft, dass sie irgendwann auf meinem Geburtstagstisch liegt. Ausschlaggebend war dafür das Lied "Sangay" von Medwyn Goodall. Ich kann es bis heute nicht komplett spielen, aber die Panflöte ist ein sehr entspannendes Instrument, dass mir viele schöne Stunden bereitet hat. Ich kann Anfängern nur empfehlen, erstmal nicht zu viel zu spielen. Ich bekam die Panflöte mit 16 zu Weihnachten, es war so eine große Überraschung, weil ich überhaupt nicht mehr damit gerechnet hatte. Dementsprechend habe ich den ganzen Abend Weihnachtslieder gespielt, die folgenden Tage andere Lieder, die ganze Zeit war ich am Spielen. Zum Jahreswechsel hatte ich ganz schlimm aufgeplatzte raue Lippen und konnte erst einmal eine ganze Zeit lang nicht mehr spielen... zum Kühlen der Lippe bot sich da aber wieder die Querflöte an :)
Irgendwann stieg mein Interesse für irische Musik und für Pagan Metal und so kaufte ich mir eine Tin Whistle von Clarke. Das muss mit 17 gewesen sein. So ein tolles Instrument, so viele Möglichkeiten, einfach drauf los zu spielen. Wenn sie nur nicht so hoch wäre...
Vor der Halterung liegen auch noch Blockflöten und Maultrommeln
Hier seht ihr, wie ich einige meiner Flöten aufbewahre: Auf langen Metallstangen, sodass das Kondenswasser ablaufen kann. Ganz links stehen zwei Low Whistles, also die tiefe Variante der kleinen irischen Flöte. Ich habe sie bei Folkfriends gekauft, erst einmal sehr günstige Flöten um zu sehen, ob sich eine größere Anschaffung lohnen würde.
Natürlich lohnte sie sich und so wünschte und bekam ich irgendwann die Onyx Low D Whistle von Walt Sweet. Müsste ich mich für ein einziges Instrument entscheiden, so wäre es diese Flöte. Ich liebe sie sehr und sie ist auch mein meist genutztes Instrument. Viele Stücke habe ich schon umgeschrieben, nur damit ich sie auf dieser Low Whistle spiele kann.
Ein weiteres Instrument ist diese chinesische Flöte, eine Dizi. Damit kann man ziemlich verrückte Sachen machen (wenn man kann^^), man muss nur eine kleine Membran auf ein bestimmtes Loch aufkleben. Mein Modell funktioniert zwar, aber es ist für meine Ohren zu laut, wenn ich eine Membran benutze. Deshalb klebe ich das Loch zu und habe so eine "normale" Querflöte aus Holz. Auch in D-Dur. Schaut mal, was man Verrücktes damit machen könnte:
Mein Paps war irgendwann so verrückt und brachte mir dieses kleine Ding mit:
Für was haltet ihr es? Ich dachte erst, es wäre ein Flaschenöffner aus Holz =D
Aber es ist eine Nasenflöte, man bläst die Luft durch die Nase und die Töne werden durch den Mund erzeugt, indem man die Lippen bewegt. Ziemlich witzig. Man darf nur nicht erkältet sein ;)
Irgendwann lief mir noch diese Obertonflöte über den Weg. Die Tonveränderungen werden mit der Hand erzeugt, die man unten an das Ende der Flöte hält.
Als ich Anfang des Jahres mein erstes Semester und meine erste Hausarbeit erfolgreich abgeschlossen hatte, erfüllte ich mir einen großen Traum: Eine richtige Okarina. Natürlich sollte es wieder etwas ganz besonderes sein und ich entschied mich, aus Übersee zu bestellen. Es handelt sich bei dieser Okarina um die Zwölfloch Tenor Okarina "Elf" von STL-Ocarina. Wohlweislich, dass ich laute und hohe Töne nicht mag, habe ich diese gewählt und selbst hierbei sind mir die höheren Töne teilweise zu laut und schrill. Aber vielleicht muss ich auch einfach noch üben.
Sie ist praktischerweise in C-Dur gestimmt, aber durch die kleinen Löcher und verschiedene Fingergriffe kann man viele Tonarten spielen.
Für eine Bestellung aus Übersee musste natürlich noch etwas anderes mit...und so bestellte ich noch etwas abgefahrenes: Die Teacarina! Gleichzeitig Instrument und Teeschale– die musste ich einfach haben. Natürlich auch gleich zwei, weil ich ja oft mit einer anderen Person Tee trinke. Einen ausführlichen Bericht habe ich auf Ye Min Tea geschrieben, vielleicht schaut ihr dort vorbei: Bring music to your table: Teacarinas
Das letzte Instrument, das nun vorerst auf meinem Musiktisch gelandet ist, ist die alte Zither meine Oma. Das Keyboard habe ich erst einmal weggepackt, damit die Zither Platz hat. Ein unglaublich schwer zu lernendes Instrument, ich komme auch noch nicht so richtig mit der Fingerkoordination klar, aber zumindest bekomme ich schon Melodien hin. An der gleichzeitigen Begleitung hapert es. Vor allem sind die Saiten auch schon sehr alt und nicht farbig markiert, so habe ich keine Orientierung (habe jetzt Filzstift zum Anmalen verwendet). Vielleicht gibt es unter meinen Lesern Zitherspieler? Schreibt mir doch eine Mail, die Kommentarfunktion ist leider immer noch nicht heile...
Auch die Suche nach einem guten Lehrbuch war erfolglos...so mache ich jetzt wieder einmal einen auf Autodidakt :)
Das habe ich bei der Akustik- und E-Gitarre schließlich auch gemacht, hat gut geklappt. Die beiden sind gar nicht fotografiert stelle ich gerade fest...vielleicht füge ich mal noch Bilder nachträglich ein.

Mein größter Wunsch ist musikalisch noch eine Irische Hakenharfe. Am Montag hatte ich eine Probestunde Harfe und ich bin absolut am Träumen von diesem großartigen Instrument. Aber es ist sehr teuer, wenn man auch ein wirklich gutes haben möchte. Aber ich spare schon mal und irgendwann werde ich mir diesen Traum erfüllen.

Einen zweiten musikalischen Teil werde ich auch noch schreiben, über einige meiner Notenbücher und wie ich meine losen Noten für die verschiedenen Instrumente sortiert habe.
Das finde ich nämlich bei anderen Musikern auch immer sehr sehr spannend.

Herzliche Grüße,
Atessa 



Sonntag, 13. September 2015

Spinnerte Lieblingsschale

In der Schale, in der auf den Bildern des letzten Posts meine Stränge lagen, habe ich jetzt mein Spinnzubehör für´s Spinnrad.
Es ist meine Lieblingsschale, lange stand sie einfach so auf meinem großen Aquarium und sah schön aus. Sie ist aus Eibe und hat eine wundervoll lebendige Maserung.
Zwei Astlöcher hat sie auch, ich dachte schon, man könne das eine Loch an der Seite glatt feilen, sodass ein Wollfaden durchlaufen kann, zum zwirnen, haspeln, stricken etc.
Aber das wäre mir dann doch zu schade gewesen.
Ein Gesicht hat sie auch, ganz hell =)
Einfach wunderschön, jetzt steht sie die ganze Zeit beim Spinnen neben mir und ich kann sie zwischendurch berühren, einfach toll!

Danke für diese wundervolle Schale!

Freitag, 11. September 2015

Neue Spinnereien

Das sind sie: Meine ersten verarbeitbaren Wollstränge!
Na gut, sie müssen noch baden, aber es sind alle meine bisherigen Spinnereien seit Weihnachten (abgesehen von meinem wirklich allerersten Spinnversuch!).
Hier hätten wir meinen zweiten Versuch, Wolle zu spinnen. Wieder schwierige Märchenwolle, da war ich schon am verzweifeln, ob das Spinnen etwas für mich ist.
Es war auch mein erster Zwirnversuch mit der Wolle, aber der sah nicht so aus, wie auf dem Bild.
Das erste Mal zwirnen...war fürchterlich =D Ich wollte ein Knäuel mit sich selbst verzwirnen, das war sehr mühselig für´s erste Mal und später saß die ganze Familie da und musste mir helfen.
Eine liebe Kommilitonin hat mir am letzten Wochenende gezeigt, wie das Navajo-Zwirnen funktioniert. Damit kann man den Faden mit sich selbst dreifach verzwirnen, einfach und genial!
Bei meinem viel zu fluffigen Zweifachgarn habe ich es also ausprobiert und nun liegt dort ein schön stabiles Fünfachgarn, jetzt gefallen mir die Farben auch viel besser!
Diese hübschen Stränge sind nun auch badebereit. Der obere ist ein Zweifachgarn, da habe ich zwei Knäuel miteinander verzwirnt, weil ich das Navajo-Zwirnen noch nicht konnte.
Der untere ist mit der Navajo Technik und gefällt mir soooo gut :) Schade, dass ich nichts mehr von der grünen Wolle von der Creativa habe.
Dann hätten wir noch diese beiden Stränge. Die vorherigen waren alle mit der Handspindel gesponnen, aber jetzt diese zwei braunen von dem französischen Landschaf habe ich mit dem Spinnrad gesponnen!
Ihr werdet es nicht glauben, aber ich bin nun stolze Besitzerin eines alten Spinnrades =) Eigentlich sogar zweier Spinnräder, aber bei dem anderen fehlt die komplette Spulenhalterung, Flügel etc.. Da muss mein Bruder erstmal ran.
Das ist nun das Schmuckstück:
*Hach* Seine alte Besitzerin wollte es nicht mehr haben (sie hat auch noch 5 andere oder so...) und jetzt habe ich es!
War das lustig, damit das Spinnen zu lernen. Ich saß da, mit meinem Bruder, und er hat gaaaaanz langsam das Rad gedreht und ich habe versucht, mit dem Wolleausziehen nachzukommen. Es kam mir so unglaublich schnell vor!
Irgendwann hat er dann treten können (bei mir hat die Fußkoordination nicht so gut geklappt) und wir hatten auf jeden Fall unseren Spaß :D
Zusätzlich hatten wir uns für´s Ausprobieren den heißesten Tag ausgesucht, die Hände schwitzig und es war nicht schön.
Irgendwann habe ich mich einfach allein ans Rad gesetzt und dann hat es einfach geklappt, wie mit der Handspindel, wo ich mich nur trauen musste und dann einfach im Flug spinnen konnte.
Ein paar Dinge musste mein Bruder am Rad reparieren und eine zweite Spule hat er mir auch schon angefertigt :) Funktioniert alles super! Im obigen Bild habe ich Coburger Fuchs angesponnen.
Das Zwirnen bereitet mir noch etwas Probleme, aber auch erst, wenn die Spule schon recht voll ist.
Dann zieht das Rad nicht mehr so gut ein und ich muss ein bisschen rumdrehen.

Ich bin jedenfalls ganz angetan von meiner neuen Errungenschaft und es ist unglaublich, wie schnell man fertig wird mit einem Berg Wolle (ich muss neue bestellen...).
Jetzt brauche ich nur einen wunderschönen Spinnhocker, mit gedrechselten Beinen *wink*, das wäre großartig, mein Sofa gibt nämlich blöd nach und es ist nicht gut für den Rücken, so zu Spinnen...oder zumindest nicht für meinen. 
Wenn ich neue Wolle habe und einen Hocker *nochmals wink*, dann geht es richtig ab :) Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die Wolle auch verarbeitbar ist, ich bin gespannt.
Mein erstes Projekt wird ein Faserhalter für´s Spinnrad, nadelgebunden, da will ich mal ganz viele Stiche dran ausprobieren :)

Trotzdem werde ich dem Handspinnen treu bleiben, schließlich gibt es da auch noch einiges zu lernen und mein Bruder macht die schönsten Spindeln!

Herzliche Grüße,
Atessa