Montag, 19. Dezember 2016

Geschenke aus der Hexenküche 2016 II: Für´s Schnupfnäschen

Mal wieder aus gegebenem Anlass habe ich heute etwas für gereizte Schnupfnasen zusammen gerührt *schniefschnüff*. Eigentlich wollte ich heute morgen zu der lieben Maara fahren und mit ihr Seife hexen, nur dafür bin ich dann leider doch zu krank *doppeltschnief*.
Aber jetzt hatte ich so Lust, irgendetwas in der Küche zu hexen, also hab ich für meine (und anderer Leute) Schnupfnase zwei verschiedene Salben gerührt, die hoffentlich schnell Linderung verschaffen. Gerade jetzt zur Erkältungshochsaison freut sich bestimmt der ein oder andere über so eine Salbe, vielleicht in Kombination mit der Erkältungsräuchermischung? ;)

Das erste Rezept ist mit Anis, das zweite ist mit einigen Tropfen Thymianöl versetzt.
Rezept mit Anis
20 g Sheabutter
10 g Jojobaöl (oder ein anderes Pflanzenöl, Jojoba hilft mir derzeit besonders)
1 TL Anis, gut zerkleinert

Sheabutter im Wasserbad schmelzen, Jojobaöl hinzugeben und den Anis unterrühren. Die Mischung am besten über Nacht stehen und auskühlen lassen. Bei mir waren es nur zwei Stunden, ich brauchte die Salbe schließlich flott, aber besser ist das Stehenlassen über Nacht. Die Salbe muss nun erneut im Wasserbad verflüssigt werden, sodass man sie durch ein feines Sieb abseihen und in die gewünschten Behältnisse füllen kann. Ich habe Pillendöschen aus der Apotheke verwendet, die einen Plastikeinsatz haben.
Der kleine Absatz in der Küche unter dem Fenster ist prima für auskühlende Salben

Rezept mit Thymianöl 
30 g Kokosöl
4 g Mandelöl
3 g Jojobaöl
8 Tropfen ätherisches Thymianöl

Das Kokosöl muss im Wasserbad erhitzt werden. Anschließend werden die restlichen Zutaten untergerührt und die Masse in ein Behältnis gefüllt. Thymian hilft super beim Durchatmen und die Öle lindern sofort die Spannung auf meiner Haut.

Außerdem war es sowieso wieder Zeit, eine neue Erkältungsräuchermischung zusammenzustellen. Hier könnt ihr den ersten Post zu meiner Erkältungsräucherung nachlesen, aber ich habe dieses Mal ein paar Bestandteile verändert.
Enthalten sind dieses Mal zu etwa gleichen Teilen:
  • Anis
  • Fichtenharz
  • Holunderblüten
  • Huflattich 
  • Lindenblüten
  • Minze
  • Tannennadeln
  • Thymian
  • Kakaoschale (für gute Stimmung)
Die Zutaten habe ich nur grob zerkleinert, sodass sie gut in ein Glas passen. So kann ich bei jeder Erkältung die Kräuter frisch Mörsern und in mein Räuchergefäß geben.
Herzliche Grüße,

Atessa

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Geschenke aus der Hexenküche 2016 I: Linsenstreich

So, heute kommt endlich mein erster Beitrag für Geschenke aus der Hexenküche :) Es ist das Rezept für einen Streich aus roten Linsen, der bei uns einfach immer sehr schnell wieder verschwunden ist, weil er so lecker herzhaft ist. 

Das Rezept ist übrigens von meinem Liebsten und ich freue mich, dass ich es mit euch teilen darf =) 

Samuels Linsenstreich

  • 300g rote Linsen
  • 2-5 Zehen Knoblauch, nach eigenem Geschmack
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Esslöffel Zitronensaft 
  • Gemüsebrühe, ebenfalls nach eigenem Geschmack
  • Prise Salz & Pfeffer
  • 1⁄2 Teelöffel Curry
  • Kümmel gemahlen oder gemörsert

Zubereitung
Zu Anfang die roten Linsen mehrmals waschen. Danach die Linsen relativ weich kochen (10-15 min). Nebenbei die Zwiebel und den Knoblauch schälen und in grobe Stücke schneiden. Mit etwas Öl in einer Pfanne dünsten. Ruhig die Gewürze bis auf den Curry und den Kümmel schon hinzugeben, aber nachwürzen kann man immer noch.
Wenn die Linsen fertig gekocht sind abgießen und in einen Mixer geben (ein paar Linsen zur Seite tun, wenn man es wie wir gern stückiger mag), nicht zu sehr abkühlen lassen, da sonst die Masse zu fest sein könnte zum mixen. 
Gedünstete Zwiebeln, Knoblauch, Zitronensaft (Vorsichtig, zu Anfang schmeckt man den kaum heraus, aber das zieht noch nach!!!!), Kümmel und Curry hinzugeben und gut mixen. 
Wenn der Geschmack gefällt (aber wie gesagt, es muss noch ziehen) die Linsen, welche zur Seite getan wurden, vorsichtig unterrühren. Danach noch abfüllen in schöne Gläser und fertig ist ein Linsenstreich den man gute 7-9 Tage verschlossen im Kühlschrank aufbewahren kann. 

Herzlichen Grüße,
Atessa


Mittwoch, 14. Dezember 2016

Winterstimmung

Momentan gibt es so viel im richtigen Leben zu tun, da komme ich einfach nicht zum Bloggen. Dabei gibt es doch so viel zu zeigen :) Heute gibt es erst einmal ein paar winterliche Eindrücke von unserer neuen Wohnung – oben auf dem Bild könnt ihr schon einmal einen kleinen Teil unseres Balkons sehen, als es richtig eisig-kalt war und die Pflanzen geglitzert haben ;)
Das tolle ist: Wir haben ein riesiges Fenster vor unserem Balkon, darum kann man auch von drinnen immer schön sehen, was sich dort tut =) Dieser Ast ist nun weihnachtlich dekoriert, mit kleinen Engeln von meinem Bruder, den Elfenhäuschen und ein paar erzgebirgischen Figuren.
Auf der langen Fensterbank steht auch Hugo, unser fröhliches kleines Weihnachtsbäumchen, ein bisschen größer als Karlchen im letzten Jahr :)
Über meinem Weihnachtsdorf schweben derzeit rosa Wolken – der Weihnachtskaktus blüht ;)
Dieses kleine Fenster ist einfach wunderbar für das Dorf, es ist in meinem Tee-/Esszimmer und morgens sieht es ganz heimelig aus, wenn das Dorf beleuchtet ist und draußen noch ganz duster.
An mir gibt es auch noch etwas neues winterliches ;) Im Sale habe ich mir bei Lilla Rose die Schneeflockenflexi in Mini gegönnt, da bin ich letztes Jahr schon drumherum gestiefelt...
Ein bisschen hell vielleicht für meine Haare, aber die Schneeflocke sieht einfach wunderhübsch aus :)

Herzliche Grüße,
Atessa
 

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Dezembergrüße

Hallo ihr Lieben! 
Nach langer Umzugszeit melde ich mich nun für den Dezember zurück! 
Wir sind gut in der neuen Wohnung angekommen und so langsam beginnt es, sich heimisch anzufühlen.
Die Weihnachtsdekoration trägt einen gewaltigen Teil dazu bei, Lichter, Tannengrün, niedliche Hinstellerlein und das viele Rot-Grün-Gold macht es einfach so richtig gemütlich. Und dann noch Kuchenduft in der Wohnung...
Ich kann kaum anders als mich zu freuen.
Einen Teil zu meiner Adventsdekoration hat die liebe Monika aus dem Stickcafe beigetragen: Sie hat diesen schönen Herzhänger als Wichtelgeschenk für mich gestickt, sogar auf goldgepunktetem Leinen! Das Motiv ist aus dem Buch "Christmas" von Ulrike Blotzheim. Herzlichen Dank und winterliche Grüße, Monika! Sogar eine winterliche Karte und einen Bienenwachskerzentannenbaum hat sie mir dazu gegeben =)

Im Rahmen der Wichtelaktion habe ich für mein Wichtelkind dieses Wintermotiv als Karte gestickt, es ist der Winter aus dem Jahreszeiten-Sal von Sylvia.

Vor ein paar Tagen hat Miri wieder zu ihrer Aktion "Geschenke aus der Hexenküche" aufgerufen. Darüber habe ich mich sehr gefreut und ich hoffe, dass ich auch wieder das ein oder andere beitragen kann. Hier gibt es nähere Informationen: Geschenke aus der Hexenküche 2016

Herzliche Grüße und hoffentlich bis bald!
Atessa

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Umzugspause

Vielleicht fragt sich der ein oder andere, wieso es hier so still geworden ist? Das liegt nicht daran, dass ich mit dem Blog zu einem anderen Anbieter umziehe, was man vielleicht anhand des Posttitels vermuten könnte. Das habe ich zwar auch noch irgendwann vor, aber meine Umzugspause ist ganz realer Natur.
Ich ziehe um, in eine wunderschöne Wohnung mit vielen zauberhaften Ecken, vielen Besonderheiten, Balkon und Waldsicht aus eigentlich jedem Fenster. Zumindest sieht man immer Grün, wenn man aus dem Fenster sieht :)
Der Umzug hat sich sehr spontan entschieden und ist auch schon die letzte Zeit in vollem Gange, wann ich wieder ordentlich zum Werkeln komme, weiß ich nicht. Aber ich habe schon meine Handarbeitsecke eingerichtet *.*

Lustigerweise hatte ich nur kurz vor der Entscheidung einen Instagram-Account eingerichtet, auf dem ich vielleicht zwischendurch mal etwas von der Wohnung zeigen werde oder auch winzige Werkeleien, die ich zwischendurch schaffe. Bloggen dauert dann ja doch immer länger und vielleicht mögt ihr mir dort ja auch folgen?
Leider habe ich mich noch nicht richtig damit befasst, wie ich so einen Follow-Button einrichte, aber ihr findet mich unter diesem Link: atessa_im_wald

Herzliche Grüße und bis bald!
Atessa

PS.: Genießt den Herbst für mich mit ;)

Freitag, 23. September 2016

Werkeleien im September

In den Semesterferien sind die Tage gefühlt noch kürzer. Woran auch immer das liegen mag, schwups ist eine Woche schon wieder um. Momentan fällt es mir vor allen Dingen schwer, mich auf eine Sache zu konzentrieren, weil ich so viel auf einmal tun möchte =D Hier liegt die Spindel, dort der Aquarellkasten, Stickzeug, und Backen wollte ich eigentlich auch. Da komme ich nur zu Ergebnissen, wenn ich mir morgens aufschreibe, was ich unbedingt machen möchte. Meistens klappt das. Meistens. Wie dem auch sei, ein paar Septemberwerkeleien, die nichts mit dem Malen zu tun haben, möchte ich euch heute vor dem Wochenende zeigen.
Mit meinem Baum von Alessandra Adelaide bin ich leider immer noch nicht fertig, aber es fehlt jetzt nur noch der eine linke Ast. Auf der einen Seite bin ich sehr froh, dass ich über einen Faden gestickt habe. So ist der Baum nicht zu groß und ich muss auch nicht mit einem großen Stück Stoff hantieren. Andererseits dauert es so länger, weil ich besseres Licht benötige und nicht überall sticken kann.
Außerdem habe ich mal wieder Shampoobars hergestellt, nach dem Rezept "Halbierte Kokosmakrone" . Der grüne Bar ist mit Teebaumöl beduftet, was mir sehr gut gefällt, der orangene mit Rosmarin-Lavendel.
Gesponnen habe ich auch, bzw. verzwirnt, denn die Gotlandwolle belegte schon länger meine Lieblingsspindel und so hab ich flugs noch mehr versponnen, um endlich zwirnen zu können. Gezwirnt habe ich dann auch mit dem Spinnrad, aber durch das vorherige Handspinnen ist es ein sehr fluffig-weicher Strang geworden. Aber das hat die Gotland sowieso an sich. Gefällt mir gut :)
So, jetzt übe ich aber ein bisschen auf der Harfe, die möchte schließlich auch bespaßt werden =D

Herzlichst und ein schönes Wochenende,
Atessa

Donnerstag, 22. September 2016

Sommer im Hexengarten 2016 Part IV: Saure Äpfel für den Winter konservieren

Wir haben einen Apfelbaum im Garten, der immer ganz gut Früchte trägt. Allerdings sind die Äpfel unheimlich sauer und zum einfach so essen nicht ganz so gut geeignet.
Oft lagern wir die Äpfel nur ein und verfüttern sie über den Winter an die Kaninchen, ein Teil wird zu Saft gepresst und zu Gelee gekocht. Oder zu Apfellikör ;)
Diesen Herbst habe ich noch etwas Neues ausprobiert, inspiriert von Maara, die mir zum Geburtstag ein Glas Zwiebelschmelz geschenkt hat.
Aus unseren Gartenäpfeln habe ich also einen Apfel-Zwiebelschmelz hergestellt. Ein Rezept habe ich in dem Buch "Meine vegane Hexenküche im Jahreskreis" gefunden, aber wie das mit Rezepten so ist, ich halte mich nie dran (zumal ich nie alles im Haus habe, was gefordert wird^^).

Apfel-Zwiebelschmelz:

  • 200 g Kokosfett
  • 100 ml Raps- und Sonnenblumenöl (oder nur eines von beidem, ich hatte nicht genügend Raps)
  • 1 helle Zwiebel (in schöne schmale Streifen geschnitten)
  • 2 mittlere saure Äpfel
  • etwas Zimt (optional)
  • gemahlene Muskatnuss
  • Salz und Pfeffer nach Belieben (ordentlich würzen, das muss Bums haben!)
Zuerst muss die Zwiebel kräftig in etwas Öl angebraten werden. In der Zwischenzeit kann man schon einmal in einem Topf das Kokosfett schmelzen lassen und die Äpfel schälen und würfeln. Sobald die Zwiebeln bräunen gibt man die Apfelstückchen hinzu und brät sie gut mit, sodass sie weich werden und aromatisch duften. Dabei habe ich etwas Zimt dazugegeben, für das herbstliche Bratapfelfeeling ;)
Sobald das Kokosfett geschmolzen ist gibt man das Raps/Sonnenblumen-Öl und die Apfel-Zwiebelmasse hinzu. Mit den Gewürzen muss nun die Fettmasse gut abgeschmeckt werden, was sich etwas schwierig gestaltet, da die Zutaten auf den Boden des Topfes sinken. Das Fett schluckt aber einiges an Gewürzen, also seid nicht zu sparsam, wenn schon, denn schon ;)

Nun muss die Masse in Gläser gefüllt werden. Das geht am besten mit einer kleinen Schöpfkelle und achtet darauf, dass ihr auch die Apfel-Zwiebel-Gewürzmischung vom Boden mit aufsammelt.
Jetzt müssen die Gläser abkühlen und die Masse erhärten. Lasst sie erst auf Zimmertemperatur abkühlen, bevor ihr sie zum vollständigen Aushärten in den Kühlschrank stellt. Schaut zwischendurch immer mal nach, wie fest die Masse ist, denn ihr müsst dann gelegentlich umrühren, um die Zutaten gut zu verteilen.

Den Schmelz kann man gut als sehr deftigen Brotaufstrich benutzen, aber auch zum Würzen von Gemüse und Reis oder als Zugabe für den Brotteig. Ein Alleskönner, um ordentlich Winterspeck anzusetzen ;) 

So, das war mein letzter Beitrag für Miris "Sommer im Hexengarten 2016". Es  hat mir wieder sehr viel Freude gemacht, daran teilzunehmen. Jetzt kann der Herbst kommen!

Herzlichst,
Atessa

Mittwoch, 21. September 2016

Gemaltes Herbarium II: Silberblatt und Lippenblütler

      
Juchuuu, das erste Modul von Gesches Aquarellkurs habe ich schon geschafft. Als Abschlussarbeit habe ich auch das Referenzbild von Gesches Silberblatt genommen, jetzt ist es schon nicht mehr so einfach, die Pflanzen zu finden.
Mit dem Ergebnis bin ich auch ganz zufrieden, die Blüten gefallen mir sehr gut nur an die Blätter muss ich noch mal dran. die sehen alle aus wie von frontal vorne...
Im zweiten Modul werden Lippenblütler behandelt. Zu denen hab ich auch schon ein paar Studien gemacht. Ganz fertig ist die Seite noch nicht, da ich die Blumen mit Aquarellstiften koloriert habe und die Farbtöne so nicht wirklich passen. Schaut euch nur das grelle Grün der Goldnessel an =D

Bis jetzt habe ich wirklich Spaß an der Sache und ein witziges Erlebnis hatte ich auch schon: In der festen Überzeugung, dass Springkräuter Lippenblütler sind, habe ich die Blüten des Indischen Springkrauts fotografiert um eigene Referenzbilder zu haben. Dann habe ich mir die Blüten noch einmal angesehen und festgestellt, dass es keine Lippenblütler sind, sondern sie zu der Familie der Balsaminengewächse gehören. Man lernt doch nicht aus^^
Ich werde also auch bei der Abschlussarbeit des zweiten Moduls auf Gesches Foto vom Sumpf-Ziest ausweichen ;)

Herzliche Grüße,
Atessa

Montag, 19. September 2016

Mit Tonwirteln auf der Reise

Das hübsche Körbchen ist ein Geburtstagsgeschenk von Maara, die Wolle ebenfalls
Im ersten Jahresviertel hat Maara mir gezeigt, wie man mit dem Rocken spinnt. Dabei wandert die Hand, die die Spindel antreibt, immer weiter zur Seite. Im Gegensatz zur Fallspindel ist also diese Art zu spinnen auch gut dazu geeignet, im Sitzen zu Spinnen (Mit Fallspindel im Sitzen ist es zumindest bei mir maximal ein Meter Faden, der so hergestellt werden kann).
Diesen Vorteil habe ich dann mal auf einer längeren Zugfahrt ausgenutzt und an meiner Technik gefeilt. Mir fällt es nämlich schwer, mit den Fingern der Spindel genügend Schwung zu geben, aber auf der Fahrt klappte es immer besser und die Finger gewöhnten sich an das Drehen der Spindel. Ich habe Übrigens ohne Rocken gearbeitet und immer einige Fasern in die Hand genommen und von dort ausgezogen. Ein Handrocken wäre wohl noch eine transportable Möglichkeit, aber auch ohne ist es kein Problem ;)
Für die angespitzten Stöckchen haben wir verschieden schwere Tonwirtel erwerben können, die für uns in einem Grubenbrand hergestellt wurden. Mit den schönen Wirteln macht das Spinnen gleich noch einmal so viel Freude.
Was ich auch toll an der Technik finde ist, dass ich jetzt am Teetisch sitzend spinnen kann. Das konnte ich vorher ja auch nicht ;)

Liebe Grüße von ebendort!
Atessa

Donnerstag, 15. September 2016

2016: Der Herbst beginnt mit Farben...

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da,
er bringt uns Obst, hei hussassa!
Macht die Blätter bunter,
wirft die Äpfel runter.
Heia hussassa, der Herbst ist da!

Mein liebstes Herbstlied seit Grundschulzeiten. Ja, der Herbst beginnt mit Farben, das habe ich 2014 schon geschrieben. Alles ist so schön bunt und macht gute Laune =)

Der Herbst kommt und mit ihm die Fülle an Obst, Gemüse, Pilzen... 
Vor zwei Wochen habe ich das kleine Kürbiskind fertig gestellt, wieder eine Anleitung vom kleinen Troll.  Leider war nicht genügend hellgrüner Filz dabei, sodass ich die Krempe vom Kürbishut aus dunkelgrünem Filz nähen musste. Hätte das vorher gewusst, dann hätte ich alles aus dem dunklen Ton gemacht...
Aber auch so sieht es niedlich aus, das Kürbiskind. Es macht mit meinem Paps derzeit Urlaub ;) Die tollen Brötchen hat übrigens meine Mama gebacken und ja, sie schmecken so lecker, wie sie aussehen!
Weiter geht es mit den Herbstfarben und einer Wollfärbung. Ich habe zum ersten Mal mit Heidekraut gefärbt, das derzeit so wunderschön blüht.
Das Ergebnis: Ein schöner Goldgelbton! Gefällt mir sehr gut. Leider habe ich jetzt den Rest meiner selbstgesponnenen Wolle gefärbt, aber Maara und ich haben schon Nachschub geordert...
...der auch schon angekommen ist. Einen Teil meines Kammzuges könnt ihr hier rechts sehen, wir haben nämlich ein bisschen mit Blutpflaumenblättern gefärbt. Auch ein schöner Ton, Blutpflaume soll eigentlich grünlich färben, aber dafür waren die Blätter vermutlich nicht mehr Rot genug ;)

So, ich sammle dann mal weiter die Farben des Herbstes für die grau-düstere Winterzeit, an die man bei dem Strahlenetter noch gar nicht richtig denken kann =D

Herzlichst,
Atessa

Dienstag, 13. September 2016

Sommer im Hexengarten 2016 Part III: Dekoration aus dem Garten

Der Herbst im Garten beginnt ganz deutlich, sobald sich die Lampions der Lampionblume urplötzlich Orange-Rot verfärben. Das kommt mir immer vor wie ein Warnsignal:
Hui, Achtung! Der Herbst ist im Anmarsch!
Die Lampions sehen auch ein bisschen so aus wie Miris Habaneros allerdings kann man diese  Zier-Lampionblume nicht essen. Sie gehört zu der Gattung der Blasenkirschen, aus der die essbare Kapstachelbeere, auch als Physalis (der Gattungsname), bekannt ist.
Meine Lampionblumen habe ich vor drei Jahren geschenkt bekommen, inzwischen trägt sie wirklich viele Früchte :)
Vor drei Jahren, einem der Posts aus meinem ersten Blogmonat, habe ich mir das erste Mal eine Lichterkette aus Lampions gebastelt. Inzwischen sind diese Lampions aber ausgeblichen und so fand ich die Zeit für neue gekommen. Die Anleitung verlinke ich euch hier, es geht ruckzuck und der Effekt ist super :)
 Besonders Abends sieht es hübsch aus, wenn man die Schnüre nicht sehen kann.
Stehrümli hat nun auch einen würdigen Platz bekommen. Ich habe nun eine Salzleuchte hinein gestellt, das sieht super aus. Auch hier liegen die schönen Lampions und gehäkelte Pilze von meiner Oma. Die Aloe passt farblich nicht ganz ins Bild...aber vielleicht benötigt sie einfach noch einen hölzernen Übertopf, was meint ihr? ;)
Im Treppenaufgang steht mein herbstliches Fass (ignoriert den Osterhasen an der Wand bitte^^). Meine Lieblingsherbststickerei mit den Igeln wird bald mit bunten Blättern und kleinen Kürbissen dekoriert.

Lieber Herbst, ich bin bereit =)

Montag, 12. September 2016

Gemaltes Herbarium I: Kreuzblütler

Vor einer Woche habe ich meine Hausarbeiten abgeben und mich sofort für Gesches Wildkräuter-Aquarellmalkurs angemeldet – meine Belohnung für all die Arbeit und das gelungene Semester =)
Ich habe lange keine Blumen mehr gemalt und ich finde es super, dass Gesches Kurs das Malen mit botanischem Wissen verbindet. Die erste Pflanzenfamilie ist die der Kreuzblütler. Ich habe mir überlegt, zu jeder Familie auch eine schöne Seite zu gestalten, die den Aufbau zeigt. Vielleicht kann ich diese ja sogar später in der Grundschule verwenden, oder wo auch immer ich mal landen werde?
Auf einer zweiten Seite habe ich auch noch ein Paar Informationen aus dem Wildpflanzenbuch der Lüners ergänzt, sowie einige bekannte Vertreter dieser Familie. Da ist ja auch noch Platz für Ergänzungen :)
Dann habe ich mich an den ersten schnellen Skizzen versucht und dabei ist mir ein gravierender Mangel in meinem Aquarellkasten aufgefallen: Ich hatte gar kein Magenta! Das kann ja nicht sein, wo es doch zu den Primärfarben gehört...also musste das schnell gekauft werden, schließlich will ich auch nicht die rosafarbenen Pflanzen außer Acht lassen! Jetzt fehlt mir nur noch ein Cyanblau, aber bis dahin reichen die anderen Blautöne wohl auch aus.
Da musste ich natürlich auch gleich eine neue Farbkarte malen, das mache ich ja sehr gerne. Für Cyan habe ich Platz gelassen.
Nun mache ich mich mit einer Tasse Tee an das Malen des Silberblattes, das ich leider nicht mehr bei mir blühend gefunden habe und so auch auf Gesches Referenzbilder ausweichen werde. Besonders gespannt bin ich, wie sie beim Malen der Blattadern vorgeht und mir graut es auch schon ein wenig davor, bei den Adern der Knoblauchsrauke war meine Geduld schon leicht...strapaziert. Aber für eine schnelle Skizze (die ich im Übrigen mit Tusche noch betont habe) reicht es ;)

Liebste Grüße,
Atessa