Mittwoch, 30. März 2016

Unverhoffte Grünfärbung

Erinnert sich noch wer an meinen Kräuterbuschen vom letzten Jahr? Eigentlich hatte ich vor, zur Wintersonnenwende mit ihm Wolle zu färben, aber irgendwie war mir nicht danach. Aber in der letzten Woche packte mich die Färbelust und ich steckte die getrockneten Kräuter (exklusive der Distel, die sortierte ich aus, nachdem ich mich ordentlich gepiekt hatte) in eine aussortierte Strumpfhose und verfrachtete sie zusammen mit der Wolle und Wasser in einen großen Topf.
Eigentlich hatte ich Gelb erwartet, bei den starken Gelbfärbern Goldrute, Johanniskraut, Schafgarbe und Labkraut. Was genau jetzt den Ausschlag für Grün gegeben hat, kann ich nicht sagen, vielleicht ist es auch die selbstgesponnene Wolle?
Aber wer mich kennt weiß ja, dass ich dieses grüne Ergebnis noch viel toller finde ;) Eine wunderschön facettenreiche Färbung, hier im unteren Bild liegen die zwei ersten Züge, dahinter die zwei zweiten. Ich habe sogar noch einen dritten Zug gefärbt, der ist auch noch super schön geworden. Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, was ich damit anstelle. Mir schwebt ja eine Gugel aus diesen Naturtönen vor...mal sehen :)
Frühlingsgrüne Grüße,
Atessa

Sonntag, 27. März 2016

Rosinenzopf mit Weizensauerteig

Vor dem Gehen
 Dieser Rosinen-Mohnzopf ist nur mit Weizensauerteig gebacken und er ist wirklich gut geworden.
Nach dem Gehen
Vielleicht hätte ich ihn noch länger gehen lassen können, aber ich hatte die angegebene Zeit von Pöt (zum Rezept) schon verdoppelt und musste auch zeitlich backen.
Nach der Gehzeit habe ich den Zopf statt mit Ei mit Dinkelmilch eingepinselt und dann den Hagelzucker aufgestreut, das klappt auch super.
Nach dem Backen gab es dann noch eine Zuckerwasserglasur.
Mein Paps hat sich mehrmals nachgenommen, was definitiv ein Zeichen dafür ist, dass der Zopf schmeckt ;)
Vielleicht erhasche ich noch ein Stück vom angeschnittenen Zopf, ein bisschen ist nämlich noch da, glaube ich.

Ein schönes Osterfest wünsche ich, trotz vermutlich auch bei euch anzutreffendem Regenwetter ;)



Montag, 21. März 2016

Spinnereien Februar/März

Ende Januar packte mich wieder das Spinnfieber ganz arg und so habe ich das gesamte Kilo Wolle vom weißen Bergschaf innerhalb kurzer Zeit versponnen und verzwirnt, meist dreifach, aber auch drei Stränge zweifach.
Oben auf dem Bild ist die Wolle schon mit Kaltbeize behandelt, denn ich möchte die Stränge im Laufe des Jahres mit Pflanzen (oder sogar Pilzen?) färben.
Die grüne Wolle ist ebenfalls vom weißen Bergschaf, ich habe sie aber schon Grün gefärbt gekauft (die gesamte Wolle in diesem Post habe ich bei Kollektion der Vielfalt bestellt). Sie ließ sich leider gar nicht so gut bearbeiten, es waren viele Knötchen drin und merkwürdige Verfilzungen, die sich auch mit Maaras Handkarden nicht wirklich auskämmen ließen. Ich war froh, dass ich nur 300 g gekauft hatte.

Die braune Wolle ist vom französischen Landschaf. Das ist so eine wunderschön facettenreiche Wolle, die ich nun mit der Handspindel versponnen habe. Hier hatte ich bereits welche mit dem Rad gesponnen, aber es macht mir einfach Spaß, besondere Wolle mit der Handspindel zu verspinnen, man hat so viel mehr von ihr und kann sie genießen. Verzwirnt ist sie allerdings mit dem Spinnrad, das dauert mit der Spindel dann doch arg lange.

Das graue Garn ist aus Wolle vom Alpinen Steinschaf gesponnen. Mit dieser Wolle habe ich auch endlich den langen Auszug gelernt, mit dem ein besonders flauschig-fluffiges Garn entsteht. Und es ist wirklich flauschig geworden, das gefällt mir gut und das Spinnen macht auch viel Freude.

Glücklicherweise ist noch Einiges vom Steinschaf zum Verspinnen da und dann habe ich auch noch Coburger Fuchs und ein bisschen Braunes Bergschaf, dass aufs Spinnrad wartet.
Bis dahin ist vermutlich der Sommer gekommen und das Spinnrad ruht ein Weilchen, denke ich. Aber vielleicht auch nicht, man weiß ja nie und das Spinnen im Garten muss ja auch mit dem Spinnrad gut gehen.

So, jetzt schreibe ich mein Essay für die Uni zu Ende und DANN habe ich den Kopf frei für all die Dinge, die getan werden wollen. WOLLEn ;)

Freitag, 18. März 2016

Creativa 2016

In diesem Jahr war ich mit meiner Mama und Maara auf der Creativa.

Mitgekommen ist das Frühlings-Heft von Christiane Dahlbeck, ich habe mich in die Häschenvorlagen verliebt. Eigentlich hatte ich auch auf das Buch "Jahreszeiten Frühling und Sommer" gespart, aber da waren dann doch zumindest im Frühlingsbereich viele motivische Überschneidungen mit dem Frühlingsheft, darum habe ich es dort gelassen.

Stickgarne habe ich von Handarbeiten Käs mitgenommen, passend für ein größeres Projekt, wenn ich meine anderen größeren Projekte beendet habe...
Außerdem ist mein liebstes Leinenband, das mit den Blättern mitgekommen. Derzeit sticke ich noch etwas kleines darauf für meinen Paps, und ich hatte die süßen Igel von Christiane Dahlbeck auf das Band gestickt.
Beim Kleinen Troll konnte ich natürlich auch nicht einfach so vorbei gehen und nahm eine Packung für winterliche Schneebälle (kleine Engel-Elfen) mit, sowie Bastelmaterial.
Dann ist mir noch eine Notenmappe von creatives.dehttp://creatives.de über den Weg gelaufen, die ich für meine Harfennoten mitnehmen musste.
Einen schönen 300 g Kammzug mit Merino, Soja und Bambus habe ich vom Wollwerkraum mitgenommen. Er ist ganz weich (und fusselig...) und ich freue mich schon auf das Anspinnen. Er wird nur mit der Handspindel versponnen werden, da habe ich dann länger etwas davon. Das Spinnrad saugt die Wolle ja quasi ein =D

Insgesamt war es ein sehr schöner Tag, Maara und ich durften bei der Handspinngilde zwei Räder testen. Das Highlight war wohl das selbstgebaute Spinnrad mit Doppelpedal, ziemlich witzig. Zum schnellen Auswechseln der Spule wurde diese nur mit Magneten gehalten.

Enttäuscht war ich vom Stand von sevengardens. Im letzten Jahr war der so schön aufgemacht und die Färbedrogen waren toll verpackt, es gab viel zu gucken und sehr liebe Beratung.
In diesem Jahr wurde der Schwerpunkt laut Standdame von einer anderen Gruppe gestaltet, zum Thema Kosmetik. Trotzdem hätte ich erwartet, dass man auch vom Wollefärben mit Pflanzen etwas Ahnung hat und dass man trotzdem die gleichen Dinge erwerben kann, wie im letzten Jahr. Stattdessen gab es nur ein paar Färbedrogen, in Butterbrottüten verpackt und wie viel Gramm jetzt nun in den Tütchen war, das konnte man mir auch nicht beantworten.
Ich hatte mich darauf verlassen, dass ich auch Samen für typische Färbepflanzen erwerben kann, da ich zuvor bei der Blumenschule bestellt hatte und extra ein paar Pflanzen nicht in den Warenkorb legte, um das Projekt "Sevengardens" zu unterstützen. Das war wohl nichts...

Mit diesem kurzen Bericht wünsche ich euch ein schönes Wochenende!
Atessa

Donnerstag, 10. März 2016

Räuchermischung bei Erkältung

Aus aktuellem Anlass habe ich euch mal die Zutaten für meine Erkältungsräucherung fotografiert.
Da hat es mich doch von einem auf den anderen Tag erwischt, Halsschmerzen, Schnupfen, Husten.

Ich räuchere ja nicht auf Räucherkohle, auf meinem Räucherstövchen entwickelt sich nur sanfter Rauch, der die Atemwege nicht stark belastet.
Mir tut das Räuchern gut: Ich liebe es, wie die Nase immer freier wird und ich immer mehr riechen kann, je länger ich räuchere. Dabei hänge ich natürlich nicht wie beim Inhalieren über der Schale, sondern atme den Duft ein, während er sich im Raum verteilt.
Die Zutaten:
  • Holunderblüten, die allgemein bei Halsbeschwerden helfen, dazu trinke ich auch immer Holunderblütentee
  • Thymian lindert ebenfalls Husten, genau wie
  • Lindenblüten, die auch Fieber entgegenwirken können
  • Wacholder und Schafgarbe kommen hinein, um die Luft zu desinfizieren und die eigenen Abwehrkräfte zu stärken
  • manchmal gebe ich noch etwas Fichtenharz dazu, es wirkt schleimlösend
  • Anis, legt sich sanft in die Atemwege, wie Balsam, hilft bei Husten und außerdem stimmt mich der Duft fröhlicher
  • für gute Laune lege ich ab und an auch noch Vanille, Tonkabohne oder Freyagras auf, schließlich ist gute Stimmung besonders wichtig, wenn man sich körperlich nicht gut fühlt
Das ist meine diesjährige Mischung gewesen. In diesem Jahr möchte ich noch Schlüsselblume, Rotklee und Huflattich hinzufügen. Und in diesem Jahr möchte ich auch nochmals ernsthaft das Projekt "Jahreshustentinktur" angehen. Mehr als Huflattich und Rotklee ist nämlich nicht hinein gekommen...aber da ich gerade das Datum las ist mir auch wieder eingefallen, wieso nicht. Das war ein schweres Jahr (sind wirklich zwei Jahre vergangen?!), zwei Tage nach Einstellen des Posts wurde es sehr schwierig und kompliziert.
Aber vielleicht klappt´s dieses Jahr :)

Lasst euch nicht auch noch von einer Erkältung erwischen ;)
Herzlichst,
Atessa

Dienstag, 8. März 2016

Süßgebäcke der letzten Zeit

Ein bisschen gebacken habe ich auch in der letzten Zeit, jetzt in der vorlesungsfreien Zeit ist es eine meiner liebsten Beschäftigungen. Der Cookie oben ist allerdings sogar noch aus dem Dezember, aber ich hatte ihn noch nicht gezeigt. Es ist das Rezept "Schoko-Massiv" aus "Vegane Cookies füllen eure Keksdosen". Ein absolut tolles Rezept, es kommen geröstete Mandeln hinein. Den Zucker habe ich von 1 1/4 Tasse auf 1/2 reduziert und er ist immer noch süß genug.
Aus dem gleichen Buch ist das Rezept für "Espresso-Toffee-Brownies", mein bisher liebstes Rezept für Brownies. In den letzten Wochen habe ich es mehrmals gebacken, wobei ich das Kaffeepulver durch Getreidekaffee ersetzt habe. Schmeckt wie normaler Kaffee, aber ich vermute, dass ich etwas im Getreidekaffee nicht vertrage und habe den Brownie auch ganz ohne gebacken. Natürlich ist er immer noch sehr sehr lecker, genau wie ein Brownie sein sollte!
Mit dieser Quarktorte überraschte mich meine Mama nach einem Teewochenende bei Yemin. Sehr frisch und lecker, wir freuen uns schon das Rezept mit frischen Beeren auszuprobieren :)
Süße Grüße,
Atessa

Mittwoch, 2. März 2016

Dinge der letzten Wochen

Ich hatte noch gar nicht den dritten Schrubbel gezeigt, den meine Oma noch aus dem Flachsgarn gehäkelt hat. Für den Rand hatte das Garn nicht mehr gereicht, aber die grüne Baumwollkante passt super zum dem Weiß.
Die Schrubbelchen gefallen mir immer wieder gut, man kann auch gut eine kurze Seite offen lassen und so einen Waschhandschuh häkeln.
Meine Amaryllis möchte noch ein zweites Mal blühen, damit hatte ich gar nicht gerechnet. Zur Weihnachtszeit war sie ziemlich rasant verblüht, und dann blüht sie jetzt doppelendig :)
Außerdem hat mir mein Bruder einen schönen Griff für meinen Harfenstimmschlüssel gedrechselt, aus einem meiner liebsten Hölzer: Eibe
Damit stimmt es sich gleich nochmal so gut. Da ist es schon fast schade, dass die Harfe schon sehr gut die Stimmung hält und nicht mehr so oft nachgestimmt werden muss. Jetzt möchte ich mir noch eine Halterung für den Schlüssel basteln, damit er direkt an der Harfe angebracht werden kann. Die Klangwerkstatt bietet so etwas aus Leder an, ich möchte das aber irgendwie aus Wolle häkeln oder so.

Herzliche Grüße,
Atessa