Dienstag, 28. Juni 2016

Haarpflege mit Aloe Vera

Als Feuchtigkeitspflege für die Haare habe ich eine Aloe Vera-Sprühkur ausprobiert.
Die Idee dazu ist aus dem Buch "Grüne Kosmetik" von Gabriele Nedoma, dort wird sie als "Hautsmoothie" aufgeführt, als Feuchtigkeitsspender für die Haut. Aber da er laut Buch auch dem Haar Glanz verleihen soll und ich weniger Probleme mit trockener Haut habe, nutze ich es für die Haarpflege (nichtsdestotrotz sind ein paar Sprühstöße aufs Gesicht erfrischend und angenehm!).

Alles was man dazu benötigt sind 1-2 Blätter einer Aloe Vera Pflanze, je nach Größe der Blätter. Ich habe zwei kleinere Blätter genommen. Die Blätter mixt man mit Wasser, filtert sie durch einen Teefilter ab und füllt das giftgrüne Wasser in eine Sprühflasche.

Es funktioniert ganz großartig, nach der Haarwäsche sprühe ich meine Haare großzügig ein, damit sie gleich mit den Aloe-Wirkstoffen zusammen trocknen können. Auch zwischendurch besprühe ich die Haarspitzen und ich finde sie sehr viel weicher und kräftiger als ohne. Außerdem habe ich den Eindruck, dass sich die Haare viel einfacher durchkämmen lassen und viel gefälliger fallen, wenn ich sie offen trage (was allerdings selten vorkommt).

Beim nächsten Mal werde ich noch etwas Mandelöl dazugeben, mal schauen, wie das wirkt, oder ob sich die zwei beißen.

Herzliche Grüße,
Atessa

Montag, 27. Juni 2016

"Schwarztee" aus Brom- und Himbeerblättern

Dieses Jahr habe endlich dran gedacht etwas auszuprobieren, was seit zwei Jahren schon auf meiner Liste steht: "Schwarztee" aus Brom- bzw. Himbeerblättern.
Die Idee dazu ist aus dem Buch "Alles aus Wildpflanzen" von Coco Burkhard, über das ich hier bereits eine Rezension geschrieben hatte.
Ich pflückte also die frischen grünen Himbeerblätter aus unserem Garten, ein paar Brombeerblätter sind auch dabei, man kann beide nehmen.
Wie ihr sehen könnt, darf die Himbeere bei uns im Garten auch Wildwuchs betreiben ;)
Für einen Schwarztee müssen die Teeblätter (normalerweise die der echten Teepflanze Camelia sinensis) fermentiert werden. Dazu werden sie mit dem Nudelholz gut angequetscht...
...mit warmem Wasser beträufelt und für 4 Tage in ein Tuch gewickelt an einen wärmeren Ort gelegt.
Anschließend dürfen sie trocknen. Ich habe sie zwischendurch noch einmal befeuchtet, damit der Fermentationsprozess in Gang bleibt. Meine Blätter wurden nicht richtig "schwarz", aber ob man das überhaupt erwarten kann? Vielleicht hab ich jetzt auch einen halbfermentierten "Oolong"=D
Sie duften jedenfalls nicht weit von einem Schwarztee entfernt, das ist also schon einmal positiv.
Auch der Aufguss riecht nach Schwarztee, der Geschmack ist erstaunlicherweise auch "schwarz", mit einem Hauch "Kraut".
Mein Paps trinkt liebend gerne Schwarztee, er findet den Tee sehr fruchtig und interessant. Durch das Fruchtige ist er sehr erfrischend und er schmeckt meinem Paps sehr gut, natürlich mit zwei Stücken Kandis, ohne Zucker mag er Tee nicht.
Experiment geglückt – wird wiederholt :)

Herzlichst,
Atessa

Freitag, 24. Juni 2016

Kräuterbündel: Sonne im Herzen

Wie gestern bereits angekündigt habe ich mich trotz Hitze zu einer großen Wiese in der Nähe begeben, um nach Johanniskraut Ausschau zu halten. Es ist wirklich großartig, mit langer Hose und Schuhen durch die glühende Wiese zu stiefeln, der Schweiß rennt, die Brille rutscht. Aber es war lustig :)
Was haben die Frauen früher getragen, um ihre Beine vor Dornen und allerhand Getier zu schützen, aber trotzdem nicht in der Sonne zu zerfließen? Naja, da man ja eigentlich nur Johanniskraut in der prallen Sonne ernten sollte, haben die Damen vermutlich auf einen bedeckteren Tag gewartet :)
In der Mitte der Wiese unter großen Birken hat jemand einen Zaun errichtet und darin sogar eine Feuerstelle angelegt. Aber ich glaube, die wurde noch nicht benutzt, vielleicht haben Kinder das Ganze zum Spielen und "So-tun-als-ob" angelegt.
Auf der ganzen Wiese blüht der Gewöhnliche Natternkopf, meines Wissens nach nicht für Heilzwecke zu verwenden, aber schön anzusehen.
Und dann diese SoldatenKönigskerzenreihen! Ich freue mich schon so auf die Blüte! Seit ich die vielen Rosetten im letzten Jahr sah kann ich es kaum erwarten, die Blüten zu sammeln.
Die Königskerze ist eine so schöne und tolle Pflanze, auch in diesem Jahr wird sie die Mitte eines Kräuterbuschens bilden. Die Idee mit dem Färbebuschen fand ich nämlich super, wird wiederholt. Zu Heilzwecken habe ich die Pflanzen lieber einzeln in Gefäßen, da staubt auch nichts zu.
Meine Ausbeute Johanniskraut war schon gut, es stehen aber noch einige Pflanzen auf der Wiese, die noch geschlossene Knospen haben. Darum habe ich noch keine Pflanzen zum Färben gesammelt, nur zur direkten Verarbeitung. Rotöl ist auch schon angesetzt, hoffentlich wird es dieses Jahr etwas :)
Zu Hause habe ich die Pflanzen erst einmal sortiert, ich habe nämlich unseren Garten noch geplündert, weil ich Räucherbündel herstellen wollte. 
Die Zusammenstellung ist dem Video entnommen, das Luana in diesem Post gezeigt hat: 
Sonne im Herzen, bestehend aus Johanniskraut, Melisse, Kamille und Thymian.
Ich möchte aber empfehlen die Bündel auf jeden Fall fester zu binden als die der Dame im Video. Mir wäre die Gefahr zu groß, dass sie ein brennendes Blatt oder eine Blüte löst, wo es bei ihr nicht wirklich fest gemacht ist.
Dieses Mal bin ich noch etwas anders vorgegangen, um dem Bündel noch mehr Festigkeit zu geben.
Nachdem alle Pflanzenteile entsprechend zusammengestellt waren umwickele ich das ganze Bündel einmal mit dem Baumwollfaden (wichtig, kein Polytier!!), damit es schon mal zusammenhält. Außerdem verspreche ich mir davon, dass es beim späteren Abbrennen das Ganze zusammenhält, wenn ein "Grundfaden" vorhanden ist.
Weiter gewickelt wird über Kreuz, rauf und runter, möglichst oft einen Knoten machen.
Plötzlich tauchte dieser niedliche Geselle zwischen dem Thymian auf =D Der hat mich sehr erfreut und viele lustige Bewegungen gemacht.
Drei Bündel habe ich so gebunden, in einem ist zusätzlich Beifuß mit drin.
Wo ich dann schonmal in der Hexenküche stand, habe ich auch gleich den Franzbranntweinansatz abgeseiht und in Flaschen gefüllt. Er duftet richtig schön harzig und waldig, ich bin gespannt, ob er wirkt. Sonst koche ich daraus Fichtennadellikör.
Sieht das nicht toll aus? Wie Elfenstaub im Glas =)
Die kleine Schnecke schaut auch schon Richtung Wochenende.
Herzlichst,
Atessa

Donnerstag, 23. Juni 2016

Hollerblüten in der Hexenküche – Meine Kräuterschatztruhe im Juni

Meine getrockneten Kräuter und auch die Kräuteransätze bewahre ich in dem alten Sekretär meiner verstorbenen Oma  auf, es ist meine Kräuterschatzkiste geworden (nicht nur, weil man den Sekretär abschließen kann) und mein Aufbewahrungsort für Öle, Kosmetikzutaten und Seifen. Aber dazu gibts noch einen gesonderten Post...irgendwann ;)
Hier stehen nun einige meiner Kräuterschätze, die ich bisher gesammelt habe.
Einen Franzbranntwein aus Fichtennadeln habe ich angesetzt, die Idee dazu ist aus der Landlust gewesen. Den muss ich bald mal abseihen...
Die getrockneten Hollerblüten sind hauptsächlich für (Husten-) Tee gedacht, aber auch zum Räuchern. Bei Satureja kann man einiges zur Räucherkraft nachlesen, meistens räuchere ich für positive Stimmung und gute Laune, die durch den Duft entsteht, mit ohne Hintergedanken ;)
Gleich möchte ich Johanniskraut sammeln, zum Färben, Trocknen, Rotöl ansetzen und um Räucherbündel zu erstellen. Luana hat mich gestern Nacht an diese tolle Sache erinnert, das könnt ihr hier nachlesen. Das wird lustig bei der Hitze,aber für so ein Sonnenkraut ist es genau richtig :)

Warme, sonnige Grüße,
Atessa

Dienstag, 21. Juni 2016

Vögel auf Papier II

Es gibt wieder ein paar neue Bilder zu sehen, die ich für mein Vogelseminar in der Uni gemacht habe. Wie schon gesagt: Aquarell verfolge ich weiter, die Acrylfarben verbanne ich bis auf Weiteres von meinem Arbeitsplatz =D
Der obige Vogel ist nach einer Zeichenanleitung von John Muir Law gemacht worden. Nachdem ich sie angefertigt hatte, fielen mir die Vögel schon viel leichter in ihren Proportionen.
In diesem Zuge möchte ich sein Buch "The Laws Guide to Nature Drawing and Journaling" wärmstens empfehlen. Eine ganz tolle Fundgrube an Zeichnungen, Skizzenbuchlayouts und Beobachtungs- und Umsetzungsideen.
Ich hatte zuerst das Buch von ihm bestellt, in dem es nur um das Zeichnen von Vögeln geht, aber das ging wieder zurück, ich habe lieber ein umfassenderes Werk, in dem mehr zu sehen ist als nur Vögel ;). Und das ist das Nature Drawing and Journaling Buch auch: Ein Werk! Es macht einfach Spaß, darin zu blättern und es ist wirklich umfangreich und ausführlich (und dem entsprechend dick).
Bei Gelegenheit (und wenn ich mich mal wieder der Botanik widme...) gibts auch noch Empfehlungen für botanische Kunstbücher ;)
Dieses Quartett habe ich im Stil des "kleinen flotten Vögeleins" gemacht, nur ein bisschen hübscher.
Tja...und dann habe ich mich noch einmal an den Fantasystil gesetzt...ich hab mich gefragt, ob Fantasy mit Aquarell überhaupt geht. Entgegen meiner sonstigen Art habe ich es einfach ausprobiert, normalerweise suche ich immer erst nach Anleitungen und möglichen Inspirationen =D
Viele Kontraste, viel bunt, aber das Wintergoldhähnchen kann man hoffentlich trotzdem noch erkennen, zumindest an seinem gelborangenen Scheitel ;)

Enstanden sind bisher diese zwei Bilder in der Art. Ich kann mich nicht ganz entscheiden, ob sie mir gefallen oder nicht, zwischendurch ja, dann wieder nein. Was meint ihr?

Herzliche Grüße,
Atessa

Montag, 20. Juni 2016

Level up für die Harfe

Seit zwei Wochen hat meine Harfe eine neue Ausstattung: Sie hat nun eine LED-Beleuchtung und Halbtonklappen!
Besonders das Licht ist eine enorme Erleichterung für mich, manchmal hatte ich trotz gutem Licht Probleme, die Saiten zu sehen. Und sieht es nicht auch einfach märchenhaft aus, wie die Harfe beleuchtet ist?
Mit den Halbtonklappen kann ich nun ganz einfach durch Betätigen der Hebel die Tonart wechseln.
Passend habe ich nun alle Lieder aus dem ersten Harpa mundi Lehrheft gelernt, die alle in C-Dur stehen. Nun geht´s mit dem zweiten Buch weiter, dort stehen die meisten Lieder in G, eine meiner liebsten Tonarten :) Und zu G-Dur kann mein Liebster auch Flöte spielen.

Herzliche Grüße,
Atessa

Samstag, 18. Juni 2016

Hollerblüten in der Hexenküche: Hollerblütenzucker / Frühsommer im Hexengarten

Ein einfaches, schnelles Rezept, das sich prima verschenken lässt, ist ein aromatisierter Zucker. 
In diesem Falle habe ich natürlich die frischen Hollerblüten genommen, mit braunem Zucker im Mixer klein gemixt und auf einem Tablett durfte das Ganze dann trocknen.
Es wird auch wieder Zeit für einen Rundgang durch meinen Hexengarten, der letzte war Ende April. Die heutigen Bilder sind vor zwei Wochen entstanden, derzeit regnet es auch bei mir Bindfäden und die Kapuzinerkresseblätter wurden vom Hagel größtenteils zerschlagen. Viele Schnecken treiben ihr Unwesen, mein lieber Dill wurde ratzekahl weggefuttert... da lobe ich immer die heimischen Wildpflanzen, von den Schnecken werden sie verschont.

Für mich ist es immer wieder spannend die Veränderungen auf den Bildern zu sehen, in Natura bekommt man sie zwar mit, aber es ist toll zu sehen, was genau wie gewachsen ist. Und wie klein alles mal war =D
Im Kräuterbeet setzt sich dieses Jahr sehr schön die Kapuzinerkresse durch, aber auch Ringelblumen sind viel zu finden
Die Kamille blüht schon, jetzt warte ich nur auf einen geeigneten Erntetag, das Wetter ist derzeit nicht ganz so freundlich diesbezüglich.
Hier blüht auch schon der Fingerhut, bald öffnet auch hoffentlich das Johanniskraut seine Knospen. Außerdem –ganz versteckt– sorgt eine kleine Gurkenpflanze für Snackgurkennachschub, zwei Stück konnten schon geerntet werden :)
Nachdem ich die Hoffnung auf Keimung der Petersiliensamen fast schon aufgegeben hatte, treibt sie jetzt mit voller Kraft. Warten lohnt sich also immer.
Den Schnittlauchzwerg muss man immer wieder freischneiden, sonst hat der arme Wicht gar nichts zum Gucken ;)
Das Moorbeet musste ich leider wieder Abdecken, da immer wieder Tiere drüber herfallen.
Gerade jetzt, wo die Moororchidee wieder so zauberhaft blüht...
Eine Sarraceniablüte haben sie mir geköpft...aber glücklicherweise blühen noch weitere :)
Auf Königskerzen und Stockrosen freue ich mich auch schon ganz besonders, es ist das erste Mal, dass wir sie in unserem Hexengarten haben. Dabei sind sie doch eigentlich unverzichtbar.
Am Hasenstall blüht ganz eifrig die Glockenblume, ob sie wohl wieder bis zum Herbst durchhalten wird?
Dem Basilikum geht es im Hasenstall viel besser. Ein einziges Samenkorn war aufgegangen, durch abknipsen habe ich aber schon viele neue Triebe ziehen können. Aber dass das so gut klappt...sag ich besser nicht zu laut ;)

Liebe Sonne, bitte komm wieder raus, es gibt da ein paar Pflanzenkinder, die sich über deine Strahlen freuen würden :)