Mittwoch, 15. März 2017

Projekt Hexenbalkon II: Für Nährstoffe will gesorgt sein – Das Wurmcafe´

Ich habe seit dem Wochenende neue Haustiere: Kompostwürmer. Schon seit langem steht auf meiner Wunschliste eine Wurmkiste, in der ich meine Küchenabfälle selbst kompostieren kann. Die Idee zu dem "Wurmcafe´", wie es auch niedlicherweise genannt wird, habe ich von Shia, die auf ihrem Blog Wasteland Rebel im letzten Jahr über ihre Wurmkiste berichtet hat. Das hat mich total fasziniert und mir war klar, dass ich irgendwann auch Würmer haben will.

Klar war natürlich von Anfang an, dass das Wurmcafe´selbst gebaut wird (Hallo Brüderchen!). So passt es auch ganz hervorragend in eine Ecke in unserem Flur, direkt gegenüber der Küche.
Es ist schon ziemlich praktisch, wenn man einen Metaller als Vater hat, der hat mir nämlich das Innere für die Wurmkiste gebaut. Würde die Kiste nur aus unbehandeltem (wichtig für die Würmer) Holz bestehen, würde sie sich mit der Zeit zersetzen. Und ich setze ja auf Langlebigkeit, jetzt kann mich die Kiste mein ganzes Leben lang begleiten ;)
Zuunterst kommt eine Schicht angefeuchtete Pappe und Zeitungspapier. Shia beschreibt sehr schön, wie sie beim Einrichten der Wurmkiste vorgegangen ist.
Dann kamen schon die Würmer inklusive Substrat dazu. Ich habe sie bei Wurmwelten bestellt, da es noch zu kalt im Kompost meiner Eltern war, um Würmer zu finden. Allerdings wurde es wenige Tage nach Ankunft der Wurmwelt-Würmer so warm, dass ich noch eine ganze Ladung Würmer von meinem Paps dazu bekommen habe. Inklusive Kellerasseln und anderem Getier, das bei der Zersetzung der Küchenabfälle behilflich ist.
Mit bestellt habe ich auch noch Hanfmatten, die passend zugeschnitten die Wurmseite abdecken.
Ein bisschen Futter haben die lieben Würmchen auch gleich bekommen, schön klein geschnitten (dann geht die Zersetzung fixer, was jetzt am Anfang gut ist).
Und Gute Nacht liebe Würmer!
Ja aber wieso gehört die Wurmkiste zum Projekt Hexenbalkon? Die Würmer verwerten die Küchenabfälle wie auf dem Kompost zu nährstoffreichen Wurmhumus, den ich für meine Pflanzen als Zugabe nutzen kann. Außerdem entsteht beim Kompostieren Flüssigkeit, die sich in einer eingebauten Schublade unten drunter sammelt. Das nennt sich, passenderweise für mich, Wurmtee, und kann verdünnt als Flüssigdünger eingesetzt werden.
Düngen ist eine Sache, mit der ich mich bisher wenig auseinander gesetzte habe. Entweder, eine Pflanze wuchs, oder sie wuchs nicht. Dieses Jahr möchte ich aber gerne größere Ernteerträge haben und mit meinem von den Würmern produzierten Dünger wird bald fleißig experimentiert :)

Jetzt ist es also offiziell: Atessa spinnt nicht nur, nein, sie hat auch noch Würmer =D


Kommentare:

  1. Einfach genial! Mit dem Düngen habe ich es auch so gar nicht. Die meisten Pflanzen wachsen ja trotzdem gut. Berichtest du uns weiter, wie es deinen Würmchen ergeht? Das sind doch mal richtig nützliche Haustiere!

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    1. Genau. meistens klappt es auch einfach ohne. Klar berichte ich weiter von meinen neuen Mitbewohnern, ich bin schon mega gespannt :)

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